Werkstatt Tagebuch Teil 1

Die Ausstellung „Geheimnis – Ein gesellschaftliches Phänomen“ wird an einem spannenden Ort des Kulturgeschehens in München zu sehen sein: In der whiteBOX im neu entstehenden Werksviertel hinter dem Ostbahnhof. Die whiteBOX, die sich selbst als Raum für Entfaltung versteht, wurde erst im Mai 2016 eröffnet. Umso spannender ist daher für alle Beteiligten die Umsetzung der Geheimnis-Ausstellung im Herbst. Rund um die geplanten Installationen und Objekte hat sich im Rahmen der Planungsphase eine lange Liste von technischen Fragen ergeben. Bevor die Ausstellungsschreiner und Mediengestalter die Objekte nun tatsächlich realisieren können, wollten wir uns vor Ort noch einmal ein genaues Bild von den technischen und baulichen Gegebenheiten machen. Am vergangenen Freitag hatten wir dazu Gelegenheit. Gemeinsam mit dem technischen Leiter Andreas Reinalter konnten wir die technische Ausstattung und bauliche Infrastruktur der whiteBOX bis in den letzten Winkel durchleuchten. Besonders wichtig waren für uns diese Fragen:

Welche Brandschutzauflagen müssen eingehalten werden?

Abhängig von der Brandschutzklasse, die in einem Veranstaltungsraum eingehalten werden muss, dürfen nur bestimmte Werkstoffe und Materialien verwendet werden. Je höher die Brandschutzklasse, desto geringer ist häufig die Auswahl an Farben und Texturen von Werkstoffen; außerdem steigt natürlich auch der Preis. Wichtige Informationen also, die sich sowohl auf die Projektsteuerung als auch auf die Umsetzung der Ausstellung auswirken.

Wo laufen Kabelschächte, wo sind Steckdosen und gibt es einen Starkstromanschluss?

Während Baumaschinen wie eine Standkreissäge häufig einen Starkstromanschluss benötigen, ist für den Betrieb von Media-Playern, Bildschirmen oder Audio-Geräten die Information relevant, wie viele Steckdosen sich bereits wo im Raum befinden. Je nach Anzahl und Lage der Steckdosen und Anschlüsse kann dann berechnet werden, wie viele Meter Verlängerungskabel gegebenenfalls noch besorgt werden müssen.

Wie tragfähig ist eigentlich die Decke?

In einigen Ausstellungsbereichen ist geplant, die Objekte von der Decke hängen zu lassen, um bestimmte Effekte im Raum zu erzeugen. Natürlich muss zunächst geprüft werden, welche Lasten die Decke des Ausstellungsraumes überhaupt tragen kann. Hierfür gab es grünes Licht; allerdings gingen wir mit dem Hinweis nach Hause, dass selbst mit der Bohrhammer-Maschine eines einschlägig bekannten Herstellers der Stahlbeton nur schwer zu durchbohren war. Da werden wir uns wohl noch ein paar Gedanken machen müssen…

Am Ende unseres zweieinhalbstündigen Besuches waren viele unserer Fragen rund um Technik und Infrastruktur geklärt und es waren nur wenig neue hinzugekommen. Ein gutes Ergebnis, um jetzt im Atelier weiter an der Ausarbeitung der einzelnen Objekte zu feilen, die dann ab dem 29. September in der Ausstellung zu sehen sein werden.

Wir halten euch hier auf dem Blog weiter auf dem Laufenden!

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